Diese Boards bestehen aus einem Schaumkern und einem Stringer.
Der Bau braucht 20-30 % der Zeit die man für ein Holzboard aufwenden muss, das Material kostet auch nur einen Bruchteil des vergleichbaren Holzboards. Außerdem ist es leicht zu bearbeiten. Damit man sie auch zum Surfen nutzen kann haben die Boards eine Standard-Mastbox. Für den Jetantrieb hab ich eine Finnenbox im hinteren Bereich eingebaut.
Board vor dem Laminieren.more_vert
Das fertig geshapte Board vor dem Laminieren.close

Das fertig geshapte Board vor dem Laminieren.
Es besteht aus 5 cm XPS für die Standfläche und 10 cm Styropor für den Kiel. Das blaue XPS ist etwas dichter und somit schwerer als das Styropor und schützt somit vor Druckstellen.

Kleben der Schaumblöckemore_vert
Kleben der Schaumblöckeclose

Zwei dieser Schaumblöcke wurden auf einer geraden Unterlage zusammengeklebt und danach in der Mitte mit dem Stringer zu einer Einheit verbunden.
Wichtig ist das man hier PU-Schaumkleber verwendet und nicht PU-Schaum da man die Expansionskräfte des PU-Schaums kaum in den Griff bekommt. Auch wenn bleiben vom Schaum grosse Poren die geschlossen werden müssen und das Board ohne Nutzen schwerer machen.
Das richtige Werkzeug für die Grobe Shapearbeit sind Styroporschneider mit Widerstandsdraht o.ä., die feinere Shapearbeit wird mit einem Elektrohobel erledigt der von einem Staubsauger abgesaugt wird.
Der Feinshape bleibt Handarbeit mit 40er Schleifpapier.

Rustikale Biegevariantemore_vert
Rustikale Biegevarianteclose

Beim ersten reinen XPS-Board habe ich die Biegevariante ausprobiert.
Hat ganz gut funktioniert, allerdings bleiben Schnitte die geschlossen werden müssen und die Optik stören. Ausserdem habe ich PU-Schaum verwendet der auch noch etwas Leben in das Projekt brachte. Und das ganz richtige Werkzeug hatte ich da auch noch nicht.
Der nächste Schritt war klar, es musste passendes Werkzeug angeschafft werden damit man bei der Arbeit nicht aussieht wie ein Schneemann und die Späne das Umfeld für die nächsten 20 Jahre prägen.

Schablone für das grobe Shapemore_vert
Schablone für das grobe Shapeclose

Das grobe Shape wird ausgeschnitten wenn das seitliche Profil ungefähr herausgearbeitet ist.
Dazu verwende ich eine Papierschablone die in der Mitte gefaltet und mit der Schere herausgeschnitten wurde.
Wichtig ist das man bei der Verwendung von Heissschneidern nicht ganz azuf das Profil schneidet da sich Tropfen bilden die sich ins Material brennen. Es bleibt noch etwas Handarbeit über.

US-Boxen für Jet und Finnemore_vert
US-Boxen für Jet und Finneclose

Die Komponenten von Chinook sind state-of-the-art und werden weltweit verwendet.
Dieses Board hat 1 Finnenbox und eine Box im hintereen Mittelbereich in der eine Finne als Schwert oder ein Jetantrieb eingesetzt werden können.
Mit dem Schwert (40-cm CFK-Finne) bekommt man auch bei Gegenwind eine sehr gute Richtungsstabilität und Steuerbarkeit des Boards.
Natürlich könnte man den Jetantriebs auch in den Finnenkasten stecken, aber aus Sicherheitsgründen mache ich das nicht. Falls der Antrieb ausfällt ist der Antrieb nur mehr Ballast aber bleibt das Board bleibt dank der Finne noch immer sehr gut steuerbar.

Mastspur und Griffmore_vert
Mastspur und Griffclose

Auch hier kommen Komponenten von Chinook zum Einsatz. Die 10" Mastspur wird etwas vor dem Schwerpunkt, der Griff hinter dem Schwerpunkt gesetzt.
Als trittfreundlichen Belag verwende ich bei diesem Typ Korkfliesen aus dem Baumarkt die nicht oberfkächenbehandelt sind. Kork bleibt bei Hitze kühl und angenehm. Der naturbelassene Kork wird auch bei Nässe nicht rutschig.

Profil und Railsmore_vert
Profil und Railsclose

Bie diesem Typ habe ich einen Nose-Scoop von ca. 10 cm und einen Tail-Scoop von 6 cm gemacht.
Die gesamte Länge sind 360 cm, die maximale Breite sind 84 cm.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Boards habe ich die breiteste Stelle hinter dem Standbereich gesetzt.
Wie bei den Wildwasserboards verhindert die schmälere Nose das nutzlose Aufschaukeln bei Wellen, die Standbereich ist nach hinten stabilisiert.
Dieses Board ist definitv ein Funboard. Es ist nicht beabsichtigt damit sportliche Höchstleistungen zu erzielen.